Herzlich willkommen auf der Homepage des Landesverbandes der Rassegeflügelzüchter Sachsen-Anhalt e.V.

Küken von Zwerg-New Hampshire, goldbraun und Zwerg-Barnevelder, braun-schwarzdoppeltgesäumt

Eine Medaille der Landesregierung errangen auf der 89. MIRAMA Ralf Jörend (l.) Roland Mohr - Claus Poperle nahm stellvertretend die Medaille in Empfang, da Roland Mohr erkrankt ist - Andreas Gips ein Spitzenzüchter in der Gänsezucht. Überreicht wurde die Auszeichnung von der Staatssekretärin Anne-Marie Keding. Herzlichen Glückwunsch den Ausgezeichneten.

Mit dem Züchterdiplom wurden in diesem Jahr die Züchter Richard Rataj und Hans-Joachim Reichardt ausgezeichnet. - Herzlichen Glückwunsch -

Meister der sachsen-anhaltinischen Rassegeflügelzucht dürfen sich nun nennen: Wolfgang Pfeiffer, Dietmar Schröder, Egbert Bierig, Hartmut Wegener, Rudi Schade, Dieter Bauer, Fritz Westphal, Karl Wagner und Bruno Schmidt. Kurt Schwalm ist nicht im Bild. Auch hier Herzlichen Glückwunsch.

Auf der Jahreshauptversammlung des KTZV Winningen wurde Clemens Meyer für seine 50-jährige Züchtertätigkeit mit diesem Gemälde geehrt. Seit 1969 züchtet er Deutsche Modeneser Magnani.

- Wir gratulieren -

Ein gutes Schlupfergebnis bei Leo Kampert

SV Barnevelder u. Zwerg-Barnevelder Bezirk Sachsen-Anhalt

Die Vergabe der Leistungspreise 2013 vergeben zur Frühjahrsversammlung in Wippra am 23.3.2014

 

v.l.n.r. Gerhard Richter, Günther Heilemann, Olaf Bense, Manfred Birkner, Bastian Hering, Christian Zocher und Richard Rataj.

 

300 Ostereier für die Hecklinger Kita und Hähnekrähen so oft sie können

 

Anfang Februar 2014 trafen sich die Mitglieder des Rassegeflügelzuchtvereins Hecklingen e. V. zu ihrer Jahreshauptversammlung.

Bereits im Februar 2013 wurden in der Kindertagesstätte "Gänseblümchen" in Hecklingen den neugierigen Kinderaugen kleine Küken gezeigt. Zu Ostern übergaben einige Mitglieder des Vereins den Kindern ca. 300 bunte Ostereier, welche mit Freude entgegen genommen wurden.

Anfang April war auf Initiative des Vereins Radio SAW zu seiner Aktion "Angrillen" zu Gast.

Das am Ostersamstag stattfindene Osterfeuer musste aufgrund der schlechten Wetterlage auf Ende April verschoben werden. Zu Himmelfahrt fand traditionsgemäß das `Hähnekrähen` statt. Hier gewinnt der Hahn mit den meisten "Kikerikis".

Der Kindertag des Kreisverbandes Aschersleben-Staßfurt wurde auch in diesem Jahr auf dem Gelände des Geflügelvereins durchgeführt. Hier trafen sich die jugendlichen Mitglieder zu gemeinsamen Spiel und Wissenstests.

Das Ausstellungsgeschehen begann auf der Vereinsschau in Hecklingen. Hier konnten erste Erfolge auf Hühner, Zwerghühner und Tauben erzielt werden. 

 

Auch die jugendlichen Mitglieder konnten in 2013 sehr gute bis vorzügliche Leistungen mit ihren Tieren erzielen.

 

Weitere regionale Ausstellungen z. B. in Magdeburg, Borne und Güsten zeigten den Hecklingern Züchtern den Stand ihrer Zuchterfolge durch gute Benotungen. Ende Oktober wurden außerdem einige unserer Tiere in Hille Mindenerwald bei unserem Partnerverein zur Schau gestellt.

Auch die jugendlichen Mitglieder konnten in 2013 sehr gute bis vorzügliche Leistungen mit ihren Tieren erzielen. Als kleines Dankeschön erhielten sie jeweils ein T-Shirt mit dem Aufdruck des Geflügelvereins.

 

Ich danke den Mitgliedern des Vereins für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit und wünsche für das neue Zuchtjahr viel Glück.

 

 

Mit freundlichen Grüssen

 

Manuela Blume

Schriftführerin und Jugendleiterin des RGZV Hecklingen e.V.

Impressionen vom letzten Naumburger Taubenmarkt in der Saison 2014.

Fotos: Christian Zenker

 

Rassegeflügelzüchter aus Magdeburg und Umgebung besuchten die 116. Landesverbands – Rassegeflügelschau Berlin – Brandenburg am 16. November 2013 in Paaren/Glien.

Dem Aufruf von Lutz Witte vom RGZV Magdeburg – Diesdorf 1919 e.V. folgten 35 Interessierte, um die Schau zu besuchen, einige Züchter machten auch von dem großzügigen Verkaufsangebot Gebrauch und somit konnten mehrere Tiere die Heimreise Richtung Magdeburg mit antreten.

Ein Großteil der Beteiligten waren sich einig, dies im Jahr 2014 zu wiederholen.

 

Lutz Witte

Sächsische Farbentauben - Perlen aus dem Erzgebirge bei Christian Zenker im Burgenlandkreis

 

Hey Leute wir haben in Gerbitz ne echt coole Ortsschau hingelegt. 457 Tiere und das im Januar!!! Ich sage euch 60 Strasser in blau ohne Binden, ha das waren Klopper und so etwa 70 Modeneser, na die Tauben, die aussehen fast wie Hühner - kennt doch jeder. Ach ja 10 Jungzüchter haben 60 Tiere ausgestellt - ich natürlich auch. Von der Schau zeige ich euch mal'n paar Bilder. Die Oldies haben wieder viele Preise erhalten, aber wir sind auch nicht zu kurz gekommen. Fotos unter aktuell:

 

Der SV der Elsterkröpfer Gruppe Sachsen-Anhalt führte in Gerbitz seine Sonderschau durch. Wer Interesse hat kann den Katalog (PDF-Format) einsehen.

Einige Bilder (eingesandt von Dirk Günther) dazu gibt es hier:

Gesamtkatalog.pdf
PDF-Dokument [329.7 KB]

 

Die Vereinsschau in Markröhlitz am 4.+5.01.2014 war mit genau 800 Tieren eine recht große und schöne Vereinsschau. Von Orpington über Strupphühner bis Hamburger, Silberlack in der Großrasse waren weiterhin Zwergrassen vertreten, wobei die Zwerg-Wyandotten in verschiedenen Farbschlägen die größte Kollektion bestritt. Zahlreich auch die über 500 Tauben in den unterschiedlichsten Rassen.

Holger Gebhardt sandte einige Fotos ein.

Der Katalog von Markröhlitz hier zur Einsicht.

Katalog Markröhlitz 2014.pdf
PDF-Dokument [92.9 KB]
Der Zuchtstamm. Hier Italiener, kennfarbig

 

 

Leistungseigenschaften der Rassehühner

 

Leistungseigenschaften der Rassehühner, ihre Kontrolle und züchterische Bearbeitung - Leistungsmerkmale als Zuchtziel.

 

Eine erfolgreiche Zucht ist auch beim Rassegeflügel auf die Dauer ohne Leistungskontrolle nicht möglich. Erst aus der Kenntnis der Leistungsfähigkeit der eigenen Zuchttiere ergeben sich die Grundlagen für die Zuchtwahl. Dabei ist es grundsätzlich gleichgültig, ob die erstrebte züchterische Verbesserung in der Legeleistung, Fruchtbarkeit, Widerstandsfähigkeit etc. oder in höheren Ansprüchen an die Standardnähe der einzelnen Hühner- und Zwerghühnerrassen angestrebt wird. Der Rassegeflügelzüchter muss sich im Klaren sein, worin sein Zuchtziel bestehen soll. Angesichts der heutigen Situation, wo die Wirtschaftsgeflügelzucht den Markt für Geflügelprodukte mehr als ausreichend versorgt ist, könnte mancher assegeflügelzüchter der Meinung sein, dass für ihn wirtschaftliche Gesichtspunkte beim Festlegen des Zuchtziels nicht mehr von Bedeutung sind, und er sich ausschließlich der immer standardgerechteren Schönheit in der Zucht seiner Tiere widmen könnte. Eine solche Einstellung ist aber grundfalsch, weil die Zucht auf Leistung immer zugleich eine Zucht auf Gesundheit des Fortbestehens der Rasse darstellt.

Für die Vielzahl der ernsthaft bemühten Züchter kann dieser Appell, sich einen Überblick über das Leistungsvermögen der eigenen Zuchttiere zu verschaffen, allein als Empfehlung gelten, als wohlgemeinter Rat. Es ist dabei dem Einzelnen überlassen, ob er ihn annimmt oder ablehnt. Für die Züchter in den Sondervereinen und vor allem im Zuchtbuch sollte die Leistungserfassung der entsprechenden Rasse gemäß der im Standard festgelegten Einzahl, Eimasse und Schalenfarbe erfolgen.

Vererbung von Leistungsmerkmalen bei Rassehühnern

Vererbt werden nicht die Merkmale selbst, sondern die genetischen Voraussetzungen (Anlagen) im Erbgut des Rassegeflügels. Dazu kommt, dass neben der Variation des Erbgutes (Mutation, Rekombination) die unterschiedlichen Umwelteinflüsse zu einer weiteren kurzfristigen Variation (Modifikation) führen.

Je höher der Erblichkeitsgrad (Heritabilitätswert) ist, umso stärker wird das entsprechende Merkmal erblich beeinflusst. 100 % = höchster Wert (vgl. Blutgruppenvererbung = 100 %).


Wissenschaftlich belegte Erblichkeitswerte in %:

Eizahl - 30

Blutflecken - 40

Winterlegeleistung - 35

Dotterfarbe - 15

Geschlechtsreife - 25

Schlupffähigkeit - 15

Legeintensität - 20

Körpermasse - 60

Brütigkeit - 15

Brustbreite - 25

Eimasse - 60

Brusttiefe - 40

Schalenfarbe - 60

Befiederung - 30

Da der Zuchthahn an jedem Nachzuchttier mit 50% der Erbanlagen beteiligt ist, sollte er in den stark erblichen Werten dem Standard entsprechen. Mutterleistung ist von großem Wert.

So geht das aber nicht!!!

 

Kontrolle der Legeleistung

Die Zucht auf Legeleistung ist immer auch eine Zucht auf Gesundheit. Die Vernachlässigung dieses Zuchtziels, das im jeweiligen Rassestandard festgeschrieben ist, schadet jeder Rasse.

Das Legejahr zählt vom 01.10. bis 15.09. des Folgejahres = 350 Tage.

Die ganzjährige Fallnestkontrolle ist die genaueste, aber auch aufwendigste Kontrolle. Die Möglichkeit eines Kurztests schafft hier Abhilfe.

Faber (1959) errechnete nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung die Abweichung von der Jahresleistung bei Kurzkontrolle wie folgt:


5 Tage je Woche +/- 6,0 Eier Abweichung von der Jahresleistung

4 Tage je Woche +/- 8,2 Eier Abweichung von der Jahresleistung

3 Tage je Woche +/- 10,9 Eier Abweichung von der Jahresleistung

2 Tage je Woche +/- 14,9 Eier Abweichung von der Jahresleistung

5 Tage je Monat +/- 21,4 Eier Abweichung von der Jahresleistung


Der Umrechnungsfaktor für das 350 Tage-Legejahr/ Kurztest (01.10. – 31.12 = 92 Tage) ist 3,8 (350/92 = 3,8). Fallnestkontrolle im Januar und Februar hat sich bei mir bewährt, weil es die Monate sind, wo nur die besten Hennen legen und die Jahresleistung entscheidend bestimmt wird. Der Umrechnungsfaktor ergibt sich dabei wie folgt: 350 Tage-Legejahr/Kurztest (01.01. –28.02. = 59 Tage) ist 5,9 (350/59). Außerdem ist die Schausaison beendet, so dass die Kennzeichnung der Hennen mit Flügelmarken die Fallnestkontrollen erleichtert.


Beispiel:

Eine Henne hat während der Kurzzeitprüfung 45 Eier gelegt. Das entspräche einer Jahresleistung von 45 x 3,8 = 171 Eiern. Kurztest von 01.10. bis 31.12.. Jeweils an Folgetagen durchgeführt oder Kurztest 01.01. – 28.02. = 59 Tage. 350/59 = 5,9. Hat eine Henne in dieser Zeit 30 Eier gelegt (7 Tage/ Woche Kontrolle), entspräche dies einer Jahresleistung von 30 x 5,9 = 177 Eiern. Abweichung von der durchgängig kontrollierten Jahresleistung ist zu vernachlässigen, weil er unter 2 Eiern liegt. Da alle Hennen des Bestandes gleich geprüft werden, ist diese Methode zur Selektion sehr günstig. Auf alle Fälle immer besser als eine Zucht ohne Leistungskontrolle.

Bei der Brut legt man die Eier mit dem Standardgewicht und der Standardfarbe zum Schlupf gesondert. Aus den daraus schlüpfenden und gekennzeichneten Hahnenküken sucht man sich im Herbst den Zuchthahn heraus. Wenn man dann noch den Zukauf von Hähnen vermeidet, ist man weitgehend auf der sicheren Seite. In meinem Bestand Zwerg-Welsumer, silberfarbig, hat sich die Methode hervorragend bewährt.

Ein Versuch lohnt!


G. Beyer, Bennewitz (eingereicht von Dietmar Mettke)