Rassegeflügel-Preisrichtervereinigung                                   Landesverband Sachsen-Anhalt

PV-Herbstversammlung am 2.9.2017 im Seeland OT Hoym

Am 2.9.2017 fand unsere Herbstversammlung im Seeland OT Hoym in der Gaststätte "Schwarzer Bär" statt. Um 9.30 Uhr eröffnete der PV-Vorsitzende Helmuth Kühlhorn die Versammlung und begrüßte die Anwesenden, besonders den LV-Vorsitzenden Dieter Kuhr, die Bundesehrenmeister und Meister der sachsen-anhaltinischen Rassegeflügelzucht. Er stellte anschließend die Tagesordnung vor. Danach wurde eine Gedenkminute für den ehemaligen Preisrichter Siegfried Patzschke eingelegt. An der Tagung nahmen nur 82 Preisrichter teil, entschuldigt hatten sich 26, 11 PR ignorierten die Versammlung, 7 PR fehlten altersbedingt. Bei den Anwärtern lag eine Entschuldigung vor, die anderen Anwärter waren anwesend.

Die Niederschrift der Frühjahrstagung, veröffentlicht in der GZ Ausgabe 10/2017 wurde ohne Ergänzung angenommen.

Der PV-Obmann fand dann einleitende Worte zur VDRP-Tagung in Borken (Kurhessen). Von dieser Tagung wurde ausführlich in der GZ berichtet, so dass er sich auf wesentliche Eckdaten beschränkte, wie zukünftige Überlegungen zu digitalen Bewertungskarten, die Absicht neue Bewertungskarten ohne Durchschlag zu fertigen, was aber rechtlich bedenklich wäre. Der Hinweis auch, dass Legewachteln von Preisrichtern der Gruppe D bewertet werden. Ansonsten zeichnete Zfr. Kühlhorn ein positives Bild dieser Tagung auf. Im Anschluss machte J. Bartsch Ausführungen zu den Workshop der Gruppen A-D. Neu anerkannte Rassen wurden hier nicht vorgestellt, lediglich ein neuer Farbenschlag bei den Zwerg-Reichshühnern, weiß-blaucolumbia und bei den Jap. Legewachteln gibt es einen dritten Farbenschlag, braunwildfarbig, der mit Sicherheit nicht der letzte Farbenschlag hier sein wird. Das Zählen der Handschwingen und Steuerfedern bei den Hühnern und Zwerghühnern wurde noch zurückgestellt. Es sollte aber ggf. auf Übertreibungen geachtet werden (16 Steuerfedern bei Zwerg-Australorps sind schon fast üblich) und deutlich bei der Kritikabfassung vermerkt werden. Bei den Wyandotten und Zwerg-Wyandotten kommt es zu einer Umbenennung. Sie werden zukünftig mit dem Zusatz Deutsche vor dem Namen versehen.

Zfr. Bartsch nahm gleich im Anschluss seine Funktion als Schulungsleiter war und berichtete über die Anwärterausbildung, die soweit sehr gut verläuft. Er stellte dann die Mentorzuordnung vor und wies auf Erweiterungen von einigen Kollegen hin. Mit der Gruppe A ist es A. Walther, in der Gruppe D die PR L. Kampert, R. Schmidt, J. Schuster. H. Habermann schreibt seine Abschlussprüfung in Barby.

J. Lange bezog sich dann auf den Workshop Tauben. Hier hatte R. Wolf vom BZA berichtet. Auch bei den Tauben wurden keine neuen Rassen anerkannt. In Vorstellung ist aber die Ungarische Schönheitsbrieftaube mit Latschen und Geierfedern, die Gascogne-Taube aus Frankreich ähnlich der Coburger Lerche und in Sichtung befindet sich der Andijaner Tümmler aus Usbekistan mit Perlauge und Spitzkappe. Zur VDT-Schau in Erfurt könnten zahlreiche neue Farbenschläge bei verschiedenen Rassen anerkannt werden, die hier nicht aufgezählt werden sollen. Die Kingtauben erhalten größere Ringe zukünftig Größe 11. Ein weiterer Punkt waren Standardergänzungen die von den jeweiligen SV (11) beantragt wurden.

Nach diesem TOP kam Schulungsleiter W. Bohne zu Wort. Die Anwärterausbildung Tauben lief durch die Schauverbote nicht optimal, unschön für die Anwärter aber auch für die PR-Kollegen, die eine Gruppenerweiterung vor hatten und ihren praktischen Teil so nicht vollenden konnten, wie H. Arendt (E+I), R. Renneberg (E), D. Günther (G), Ch. Klapper (G) und H. Körner (M). Anwärter L. Starke steht kurz vor seiner Abschlussprüfung und hofft auf eine "Vogelgrippe" freie Zeit. Auch bei den Anwärtern ist die Mentorzuornung geklärt.

Zfr. Kühlhorn leitete dann zu den Fachvorträgen über, hielt es aber für wichtig zuvor noch etwas zu den Entschuldigungen zu sagen, weil es meistens dieselben Zfr. sind, die dann gerade etwas vorhaben, obwohl der Termin der Tagung langfristig bekannt ist und die hohe Anzahl von 11x unentschuldigt soll auch nicht mehr toleriert werden.

Dr. M. Linde begann dann mit seinem löblichen Vortrag über Altorientalische Mövchen, stellte hier Satinetten den Blondinetten gegenüber und verwies darauf, dass die Aufzucht ohne Ammen möglich ist. Einen Einfluss darauf hat der Stirn-Schnabelwinkel. In seinen weiteren Ausführungen ging er auf Rassefeinheiten ein.

 

Bernd Dietrich hatte für seinen Vortrag Bantam und Antwerpener Bartzwerge ausgewählt und mitgebracht. Bantam sollten bildlich gesehen in ein Quadrat reinpassen und die Ohrscheibengröße sollte der der Kehllappengröße entsprechen. Eine breite Feder und ein schöner Zirkelschlag werden bei den 18 Farbenschlägen gefordert. Bei den Antwerpener Bartzwergen in 26 Farbenschlägen dominiert die vorgewölbte Brust. Der Bart sollte nicht zu weit abstehen. Problematisch ist mitunter die Sporenbildung.

Jörg Schuster erläuterte im Hof die Bewertung der Altenglischen Zwerg-Kämpfer und Modernen Englischen Zwergkämpfer an Hand der mitgebrachten Tiere. An den Käfigen wurde auch rege über die kleinen Muskelpakete diskutiert.

 

Zeitgleich fand im Saal die Vorstellung der Englischen Nonnen statt. Uwe Kühne der neben den Strassern auch sehr erfolgreich diese Rasse züchtet, zeigte ebenfalls Rassefeinheiten und Bewertungs-modalitäten dieser doch recht kräftigen Taube auf.

 

Herzlichen Dank allen Referenten.

Im TOP Sonstiges informierte H. Kühlhorn über die Ausrichtung der VDRP-Tagung 2018, die unsere PV übernommen hat. Die Vorbereitungen sind bereits angelaufen und PR S. Haenel hat hier schon ein sehr gutes Rahmenprogramm erarbeitet. Vorgestellt werden sollen unsere Heimatrassen und unsere Anwärter sind aufgerufen sich auf Poster vorzustellen. Letztmalig hat unsere PV 1995 in Wernigerode diese Tagung ausgerichtet. Damals waren H. Ritzau und Familie Subklew mit der Ausrichtung betraut.

- Zu den Abschlussarbeiten und Erweiterungen ist vor dem Hintergrund eines neuerlichen Vogelgrippeausbruchs die Möglichkeit einzuräumen, diese Prüfungen bei Anwesenheit eines Vorstandskollegen schreiben zu können.

- LV-Vorsitzender D. Kuhr informierte über die Vorbereitungen zur MIRAMA und die leichte Terminverschiebung. Die Bewertung beginnt an dem Mittwoch nicht vor 7 Uhr.

- H. Brantin bemängelte zu recht die Disziplin bei den Vorträgen.

- 2019 richtet die PV Hannover die VDRP-Tagung aus.

 

Zfr. Kühlhorn schloss gegen 12.30 Uhr die Versammlung, verabschiedete die Anwesenden in ein angenehmes Restwochenende, wünscht und hofft auf eine problemlose Schausaison.  

Frühjahrstagung PV Sachsen-Anhalt am 25. März 2017 in Hoym Gaststätte "Schwarzer Bär" Quedlinburger Str. 46, Beginn 9.30 Uhr

Wie immer fand die Frühjahrstagung unserer PV in Hoym statt, in der Gaststätte "Schwarzer Bär". Um 9.30 Uhr eröffnete der PV-Vorsitzende Helmuth Kühlhorn die Versammlung, begrüßte die Anwesenden und gab die Tagesordnung bekannt.

Danach die Totenehrung für den im Oktober 2016 verstorbenen PR-Kollegen Kurt Rusche.

99 Preisrichter/innen nahmen an der Tagung teil, 20 hatten sich entschuldigt, 6 hatten sich nicht entschuldigt. Von den 10 Anwärtern war einer entschuldigt.

Im Frühjahr immer die Ehrungen mit der PV-Nadel. In Gold bekam diese Wolfgang Pfeiffer überreicht. Die silberne Ehrennadel bekamen die PR-Kollegen Leo Kampert, Hans-Werner Springer und Volker Wolfram. Franz Hanusch konnte die goldene Nadel wieder nicht überreicht werden, weil er nicht anwesend war.

Die goldene Ehrennadel der PV für Wolfgang Pfeiffer
Die silberne Ehrennadel erhielten v.l.n.r.: Volker Wolfram, Hans-Werner Springer und Leo Kampert

Ihre Preisrichterausbildung konnte Evelyn Fischer gerade noch vor den Schauverboten erfolgreich abschließen, deshalb wurde ihr an diesem Tage der PR-Ausweis für die Gruppen F+I überreicht.

3 neue Anwärter stellten sich der Versammlung vor und wurden aufgenommen. Ihre Ausbildung in der Gruppe D beginnen Peter Drache und Gunnar Twellmann, Helge Bückner startet mit der Ausbildung in den Gruppen F+I.

Das Protokoll der Herbsttagung wurde genehmigt.

Der Obmann hielt dann seinen Jahresbericht. Die Aufgaben wurden im letzten Berichtszeitraum weitgehend erfüllt. Angemeldet waren 283 Schauen, davon fielen 110 den Schauverboten zum Opfer, denn ab 18.11.16 wurden alle weiteren Ausstellungen behördlich untersagt. Bei den durchgeführten Schauen gab es bis auf eine (u.M. Handlung in Ilberstedt) keine weiteren Auffälligkeiten. Den Deutschen Meistertitel bei den Tauben holten die ZG Römer, Hendrik Arendt, ZG Günther, Lars Starke, Stefan Henze, Michael Schwaebe, Holger Gebhardt gleich 2x, Fabian Voß und Olaf Meseberg. In der Kategorie Zwerghühner wurden in Rheinberg Deutscher Meister Gordon Patzelt und Jörg Schuster.

Erweiterungsprüfungen konnten durch den Ausfall der Landesschau nicht geschrieben werden. Zfrd. Kühlhorn dankte den PR-Kollegen für ihre geleistete Arbeit.

Der Kassierer war wie immer kurz und bündig und sehr gewissenhaft, als er seine Zahlen ablieferte, die kein Minus aufwiesen. Die Kasse war vorher geprüft worden.

Der Schulungsleiter für die Gruppen A-D Jens Bartsch gab dann seinen Bericht über den Ausbildungsstand der Anwärter. Viel zu sagen gab es nicht, da wie schon angeführt Schauen reihenweise abgesagt werden mussten. So konnte Hartmut Habermann seine Ausbildung nicht abschließen. Glück hatte dagegen André Köhler mit der Gruppe A, die er gerade noch so in Wasserleben schreiben konnte. Angemeldet für eine Erweiterung Gruppe D hat sich Jörg Schuster.

Wolfgang Bohne, Schulungsleiter für Tauben Gruppen E-M informierte über den Stand der Anwärter in diesem Bereich. Im Berichtszeitraum waren hier 4 in der Ausbildung. Die Schulungsveranstaltungen finden immer in Hecklingen statt. Im Mai die Theorie und August der Praxistest. Zfrd. Bohne  bedankte sich bei Helmuth Kühlhorn und Dirk Günther für ihre Teilnahme an diesen Veranstaltungen. Erweiterungsprüfungen wurden auch hier ausgebremst und betrafen die Kollegen Raik Renneberg G, Christian Klapper G, Hendrik Arendt E+I und Heiko Körner M. 2017 möchten erweitern Christian Klapper L+M, Heiko Körner K+L und Steffen Spangenberg H+I. Die nächste Anwärterschulung wird am 14.5.2017 im Vereinsheim in Hecklingen sein.

Es folgte der Bericht über die Kassenprüfung. Die Kasse wird sehr ordentlich und übersichtlich geführt. Alle Beläge waren abgeheftet, sodass Kassenprüfer Gordon Patzelt dem Kassierer eine saubere Arbeit bescheinigen konnte.

Im Punkt Diskussion gab es eine solche nicht. Der Obmann erwähnte noch, dass die Zehenlochung von Küken nun doch weiterhin möglich ist.

Nach den Berichten die Entlastung des Vorstandes, Gordon Patzelt bat um Abstimmung, die keine Gegenstimme erbrachte.

Unter TOP 8 die Vorträge zunächst von Dr. Patrick Römer über Fakten und Theorien zur Vogelgrippe. Diese wurde 1878 erstmals erwähnt und ist eine Virusinfektion des Geflügels. 1955 fand man eine Verbindung zu Influenzaviren heraus. Ausbrüche der Vogelgrippe gab es immer in zeitlichen Abständen. Einsatz von Antibiotika bringt nichts, da sich Viren damit nicht bekämpfen lassen. Bei den einzelnen Ausbrüchen treten hin und wieder verschiedene Virenstämme auf. Viren können schnell mutieren und somit auch auf andere Populationen übergreifen. Alle 16HA und 9N Typen sind bisher in Wildvogelpopulationen nachgewiesen worden. Bei dem gerade überstandenen Ausbruch gab es 965 Fälle bei Wildvögeln. Der Virus ist bei feuchtem und kalten Klima besonders stabil - die Temperatur ist entscheidend. Tauben können auch erkranken, sind aber weit weniger empfänglich für die Vogelgrippe. Der letzte Ausbruch 2016/17 wird bisher als einer der Größten beschrieben.

Der Vortrag von Heinz Ulrich, dem Urgestein der PV, vermitteltet seinen Werdegang bis heute. Ursprünglich hatte er nie vorgehabt Preisrichter zu werden. Man hat ihn einfach einmal mitgenommen zu einer PR-Tagung und so entwickelte sich sein Interesse, welches er bis heute sehr agil ausübt und wenn es auch noch Pfannkuchen gibt, stimmt seine Preisrichterverpflichtung zur jeweiligen Schau. 1955 schrieb er seine 1. Arbeit und 1957 dann die Abschlussarbeit, die damals noch 100 Nummern beinhaltete. 1958 wurde ihm die Urkunde vom Altmeister Otto Giesecke überreicht. Zur damaligen Zeit war der Bewertungsmodus noch anders. Es gab die Zuchtrichterbücher, in denen die Kritikabfassung auf relativ kleinem Feld geschrieben wurde. Heute gibt es größere Karten unter Vorgabe: Vorzüge, Wünsche, Mängel. Sein Fazit am Schluss des Vortrags: Anwärter sollten dem Preisrichter mehr Respekt entgegenbringen, früher wäre es so nicht möglich gewesen und einige Kollegen sollten doch auf den Karten leserlicher schreiben.

Mit Pfannkuchen ist die Welt in Ordnung

Es folgten die Wahlen zum Vorstand. Zu wählen waren die Schulungsleiter für Tauben Wolfgang Bohne und Jürgen Lange, sowie der Kassierer Raik Renneberg und Beisitzer Jörg Schuster. Gegenkandidaten gab es keine und so wurden die genannten Preisrichter in ihren Funktionen bestätigt.

Die VDRP Haupttagung findet vom 9.-11.6.2017 in Borken statt und wird von der PV Kurhessen ausgerichtet. Aus unserer PV nehmen die Preisrichter Helmuth Kühlhorn, Jens Bartsch und Jürgen Lange teil. Dies wurde von der Versammlung abgesegnet.

Im TOP 11 gab Helmuth Kühlhorn Informationen zur VDRP-Tagung 2018. Diese wir unsere PV ausrichten in Alexisbad im Morada-Hotel im Zeitraum 15.-17.6.2018. Unter Mitarbeit von Siegfried Haenel wurde das Programm entwickelt, das interessant und kurzweilig ausgelegt ist. Die Vorbereitung ist eine immense Arbeit und vieles muss organisiert werden, deshalb ist es löblich, dass das Rahmenprogramm steht.

Um 11.35 Uhr kam das Schlusswort von Helmuth Kühlhorn, der allen eine gute Zeit wünschte und besonders eine erfolgreiche Aufzucht nach den Wirren der Stallpflicht.

 

+++ Kurzmitteilungen +++

 

  • Vorstandssitzung war am 4.2.2017 in Hoym
  • PR, die nicht an der Schulung der Japanischen Legewachtel teilgenommen haben, müssen diese nachholen um Jap. Wachteln auch bewerten zu können.

 

  • Aktualisierung der PR-Daten für 2017, PR können diese bis zur Frühjahrsversammlung noch melden

 

  • Durch Vogelgrippe 110 Ausstellungen ausgefallen
  • Durch Untersagungsverfügungen der Veterinärämter und der damit einhergehenden Schauverbote, konnten die Anwärter keine praktischen Arbeiten schreiben

 

  • VDRP-Tagung 2017 in Borken, Ausrichter PV Kurhessen vom 9.-11.06.2017
  • Neuzulassung der Preisrichterin Evelyn Fischer für Gruppen F+I (Adresse im PV-Verzeichnis

 

  • Die PR Philipp Lausch und Christian Zenker gehören zukünftig zur PV Sachsen

 

Anwärter-Neuaufnahmen

 

Helge Bückner         43 Jahre       Gruppen        F+I

Peter Drache           56 Jahre       Gruppe         D

Gunnar Twellmann    32 Jahre       Gruppe         D

 

Herbsttagung PV Sachsen-Anhalt am 28. August 2016 in Hoym Gaststätte "Schwarzer Bär" Quedlinburger Str. 46, Beginn 9.30 Uhr

Am 28.8.2016 um 9.30 Uhr eröffnete der PV-Vorsitzende Helmuth Kühlhorn die Herbstversammlung der PV von Sachsen-Anhalt in Hoym, begrüßte die Anwesenden, besonders den LV-Vorsitzenden Dieter Kuhr und gratulierte PR Wolfgang Bohne noch nachträglich zum Geburtstag, den er am Vortage feiern konnte. Anwesend waren 92 Preisrichter, entschuldigt fehlten 31, 5 PR hatten auch keine Zeit für eine Entschuldigung. Die Anwärter/in waren alle erschienen.

Im Mai verstarb unser Preisrichter Günter Dömeland, ihm zu Ehren und zum Gedenken erhoben sich die Anwesenden von ihre Plätzen.

Das Protokoll der Frühjahrstagung war in der Geflügelzeitung Ausgabe 12/2016 auf der Seite 28 und wurde so auch genehmigt.

Der PV-Obmann informierte dann über die Zulassung von Sonderrichtern: Dr. Martin Linde (Tuzo), Andree Walther (Cochin, Brahma und Zwerg-Brahma), Peter Melichar (Indische Pfautauben), André Köhler (Schmalkaldener Mohrenköpfe).

 

 

Ihre Preisrichterlaufbahn werden zum 1.1.2017 Alfred Ilgenstein und zum 1.2.2017 Peter Löwe, der aber weiter in der PV bleibt, beenden. Neu aufgenommen in unsere PV wurde Bernd Dietrich aus Taucha (Sachsen). Vielen ist er von der Lipsia in Leipzig bekannt. In Absprache der beiden PV-Vorsitzenden war dies möglich. PR Dietrich (Foto) stellte sich der Versammlung vor. Einwände gab es keine.

Helmuth Kühlhorn berichtete dann über die VDRP-Tagung in Marlow. In 3 parallelen Workshops formierten sich die Arbeitsgruppen: Japanische Legewachtel, Tümmler-Tauben und Ziergeflügel. Zu letzterer AG machte Zfrd. Kühlhorn einige Bemerkungen über die Bewertung des Ziergeflügels, die etwas anders in der Kritikabfassung ist.

Die Auswertung der anonymen Mitgliederstrukturentwicklung sagt aus, dass 25% der Preisrichter ihre Tätigkeit einstellen.

Die PV hat eine Gruppenunfallversicherung, die bei Personenschäden eintritt.

Neu dabei ist die Japanische Legewachtel, die von den Preisrichtern, die die Gruppen A-D haben bewertet werden, dazu später die Schulung. Legewachteln reihen sich auf Ausstellungen nach den Zwerghühnern und vor den Tauben ein.

Die Jahreshauptversammlung am nächsten Tag umfasste 15 TOP. Den Festvortrag zu 90 Jahre VDRP hielt Prof. Schille. Es wird eine neue Checkliste zur Übertypisierung geben. Letztmalig zur Wiederwahl stellte sich Dr. Günter Breitbarth und erhielt abermals das Vertrauen der Teilnehmer.

Die Aufwandsentschädigung für Preisrichter soll von 28€ auf 37€ angehoben werden. Dies kann aber erst auf der kommenden Bundesversammlung beschlossen werden.

 

Helmuth Kühlhorn stellte dann die neu anerkannten Farbenschläge vor.

  • Amerikanische Narangasett Pute
  • Krummschnabelente, dunkel-wildfarbig
  • Vorster Ente, weiß
  • Sulmtaler, blau-weizenfarbig
  • Watermaalsche Bartzwerge, gelb mit weißen Tupfen
  • Zwerg-Plymouth Rocks, blau

Für weitere Rassen gibt es Standardergänzungen.

Im Anschluss stellte Dirk Peters die Japanische Legewachtel in der Theorie vor. In einer Power Point Präsentation sagte er was zur Geschichte und zu den Tieren selbst, die nun in das Rassengefüge eingeordnet sind.

Nach der Theorie dann die Tierbesprechung auf dem Hof, die Dirk Peters und Dieter Kuhr vornahmen. An Hand der mitgebrachten Tiere gab es Bewertungskriterien zu den bisher 2 anerkannten Farbenschlägen. Alle Preisrichter der Gruppen A-D, die an dieser Schulung teilgenommen haben, dürfen die Legewachteln nun bewerten.

Danach stellte Dirk Günther 3 neue Taubenrassen vor:

- die afghanische Rassetaube Sia chup (Shirazi), die der Lahore ähnlich sieht und eine einseitige Zeichnung hat.

- den Elsässer Kröpfer auch als Bauernkröpfer bezeichnet und mit den Cauchois verwandt sind.

- den Bakuer Tümmler mit Rundhaube und mit sehr guten Flugeigenschaften, er darf 12-14-Schwanzfedern haben.

Zu den 26 Schweizer Taubenrassen gab Wolfgang Pfeiffer eine kurze Information behost ist gleich bestrümpft.

Jens Bartsch als Schulungsleiter für die Gruppen A-D ging auf die derzeit 4 Anwärter ein und sprach von wenig Problemen, nannte die Mentorzuordnung:

Lars Meyer bei G. Patzelt

Christian Hein bei J. Bruder und D. Peters

Marcel Dittrich bei H. Kühlhorn

Bei einer übergreifenden Erweiterung von Huhn zu Taube und umgekehrt, ist die Teilnahme an einer Anwärterschulung erforderlich. Prüfungsabschlüsse werden Freitags in Magdeburg geschrieben.

Wolfgang Bohne hatte die Hausarbeiten der 4 Taubenanwärter/in kontrolliert und das Schriftbild begutachtet. In der Augustanwärterschulung waren einige Tiere zu bewerten. Es gab wenig Reklamationen. Frau Fischer bestand ihre theoretische Prüfung und muss nun nur noch die praktische Prüfung absolvieren. Die Mentorzuodnung:

Fabian Voß bei W. Bohne

Kay Marschall bei J. Schuster

Lars Starke bei W. Herrmann

In der Theorie erfolgreich erweitert haben: D. Günther (G), C. Klapper (G), H. Körner (F+M), H. Arendt (E+I) und R. Renneberg (E).

Unter Punkt Verschiedenes wurde darauf hingewiesen, dass die Steuerfederzahl bei den Hühnern und Zwergen in der Kritik steht, auch bei den Handschwingen gibt es gelegentlich mehr, was ein Fehler ist.

Unsere PV wird 2018 die VDRP Tagung ausrichten, die Lokalität ist aber im Moment noch offen.

Es wurden Ringe Größe 16 mit falschen Jahr (17) ausgeliefert. Tiere die damit beringt wurden können ohne Bedenken ausgestellt werden. Geworben wurde auch für die Preisrichterstammschau in Leipzig.

Die Ergänzungsblätter werden später ausgeliefert.

Dieter Kuhr erwähnte dann das 125-jährige Jubiläum in Alexisbad. Die Landesschau feiert auch ein wesentlich jüngeres Jubiläum. Die Kosten sind in diesem Jahr noch hinnehmbar. Eine gemeinsame Landesschau mit den Kaninchenzüchtern ist für 2017 geplant. Gemeldet sind in diesem Jahr 283 Schauen. Ab 2017 werden keine Kreisschauen mehr gefördert, dafür aber 8 Regionalschauen mit wenigstens 500 Tieren. Ausgestellte Rassen der Roten Liste werden vom Ministerium mit einer Medaille gefördert.

Helmuth Kühlhorn wies auf ein Schreiben hin, dass die Zehenlochung beim Geflügel nun verboten ist und Dirk Günther erinnerte noch einmal an die Abgabe der Schaumeldungen.

Die Adresse von Reinhard Tellesch ist im diesjährigen BDRG-Infoheft ausgeblendet. Zfrd. Reinhard Tellesch, Nordstr. 23, 39221 Eickendorf, Tel. 03 92 97 / 2 09 26 gehört weiterhin der PV Sachsen-Anhalt an, betreut die Gruppen E-M und ist Sonderrichter für Orientalische Roller. Versammlungsende war 12.20 Uhr.

Fotos: Uwe Roskoden

Frühjahrstagung PV Sachsen-Anhalt am 2. April 2016 in Hoym Gaststätte "Schwarzer Bär" Quedlinburger Str. 46, Beginn 9.30 Uhr

Am 2.4.2016 führte die PV von Sachen-Anhalt die Frühjahrsversammlung in Hoym in der Gaststätte "Schwarzer Bär" durch. An der Tagung nahmen 98 Preisrichter teil, 25 hatten sich entschuldigt, 7 fehlten unentschuldigt. Anwesend waren alle Anwärter.

Um 9.30 Uhr begrüßte der PV-Vorsitzende H. Kühlhorn die Anwesenden. Er wies zu Beginn auf die langjährige PR-Tätigkeit von Gerd Eckhardt, Alfred Ilgenstein und Alfred Schwanitz hin und dankte diesen Kollegen.

 

 

 

 

 

Im Frühjahr ist es üblich einige Preisrichter mit der PV-Nadel zu ehren. In diesem Jahr war es Franz Hanusch und Rainer Redel, die die Goldene PV-Nadel überreicht bekamen, wobei aber Franz Hanusch entschuldigt war.

 

 

Anschließend stellten sich zwei neue Anwärter vor: Marcel Dittrich (Gruppe B) und Christian Hein (Gruppe D) wurden von der Versammlung einstimmig aufgenommen.

 

 

Den Preisrichterausweis überreicht bekamen die Zfrde. Roland Schmidt (B) und Steffen Spangenberg (F+M). Sie haben im Herbst 2015 ihre Abschlussarbeiten geschrieben und sind nun einsetzbar.

Das Protokoll, dass in den Fachzeitschriften abgedruckt und nicht mehr verlesen wird, wurde genehmigt.

Helmuth Kühlhorn gab dann seinen Jahresbericht (Jahresrückblick). Die im Landesverband 267 durchgeführten Schauen wurden von den 118 aktiven Preisrichtern gut abgesichert. Er lobte auch die sehr gute Arbeit der Schulungsleiter. 10 Preisrichter haben eine Gruppenerweiterung gemacht und diese auch bestanden. Im neuen BDRG-Infoheft sind alle Veränderungen bei den Preisrichterdaten eingearbeitet und ebenfalls auf der Homepage des LV.

Engpässe gibt es hingegen bei den Gruppen A (Groß- und Wassergeflügel) und Gruppe G (Tauben -Tümmlerrassen) eine sehr umfangreiche Gruppe.

Unzufrieden zeigte sich der Vorsitzende mit der Abgabe der Schaumeldungen. So haben 30 Preisrichter ihre Schauverpflichtungen nicht abgegeben.

Auf der Landesschau holten 13 Preisrichter den Titel "Landesmeister" und recht zahlreich auch die Preisrichter die "Deutsche Meister" wurden, dazu nochmals Gratulation.

4 Preisrichter sind schwer erkrankt. Seinen Dank richtete H. Kühlhorn an die Kollegen die ihre aktive Preisrichterlaufbahn nach der letzten Schausaison beendeten Waldemar Kapust, Lothar Lindenlaub und Helmut Subklew und nun nicht mehr bewerten.

Schulungsleiter Jens Bartsch informierte über die Anwärterausbildung. 3 Preisrichter haben die Gruppe A bestanden. Dabei ist zu beachten, dass bei einem Ressortwechsel (z.B. bisher nur Taubengruppen und nun Erweiterung zu D Zwerghühner) eine Schulungsveranstaltung Pflicht ist. Weiteres Interesse an der Gruppe A zeigen Stephan Haftendorn und André Köhler, Leo Kampert wird auf Zwerghühner (D) erweitern. Die Japanische Legewachtel in mehreren Farbenschlägen soll zukünftig von der Gruppe D betreut werden.

Der Schulungsleiter für Tauben Wolfgang Bohne sprach anschließend. Über die 4 in der Ausbildung befindlichen Taubenanwärter. Diese haben ihre Schreibarbeiten durchgeführt. Die mündliche Prüfung für Frau Fischer ist im August. Die nächste Anwärterschulung wird am 8.5.2016 in Hecklingen durchgeführt. Erweiterungsanträge liegen vor von: Heiko Körner (F+M), Christian Klapper (G), Raik Renneberg (E), Dirk Günther (G) und Hendrik Arendt (E+I). Die 9 Kollegen, die ihre Gruppen erweitert haben, bestanden die Prüfungen auch.

Zfrd. Bohne nannte dann noch die 11 anerkannten Neuzüchtungen und erläuterte 3 näher; den Elsässer Kröpfer, blau mit schwarzen Binden, eine kräftige Kropftaube mit ebensolchem Blaswerk, den Bakuer Tümmler mit Rundhaube, schwarzschwänzig, ein kräftiger Tümmler, der 12-14 Schwanzfedern haben darf und die Sia chup (Shirazi) aus Afghanistan (ob es sich hier auch um Flüchtlinge handelt soll nicht näher beleuchtet werden). Diese kräftige Taube hat eine farbliche Linksflügelkeit.

Der Kassenbericht des Kassierers Raik Renneberg gab schwarze Zahlen vor. Es reicht aber nicht für ein Konto in Panama. Auf jedem Fall ordentliche Verbuchungen und eine zuverlässige Arbeit konnte er abliefern, das bestätigte auch der Kassenprüfer Joachim Ackermann, der zur Vorstandssitzung die Kasse mit Philipp Zimmermann geprüft hatte. Er erteilte dem Kassierer und dem Vorstand Entlastung.

Zwei Vorträge standen auf der Tagesordnung. Zunächst begann Dr. Martin Linde sein Referat über die Vergabe o.B. (ohne Bewertungsnote). Tierschutz und Tiergesundheit stehen zunehmend im Fokus der Tierschützer. Die Gründe für eine Vergabe dieser Note ist in den AAB geregelt. Eine gewisse Sachkunde ist hier nötig. Der Preisrichter muss auch Krankheiten erkennen, wenn es schon der Züchter nicht schafft, denn er steht bei der Bewertung mit in der Verantwortung. Sichtlich kranke Tiere sind aus dem Käfig zu entfernen. Auch ist ggf. Sichtschutz bei den Hähnen von der Ausstellungsleitung zu gewährleisten. Beispiele die die Note o.B. rechtfertigen sind: eingewachsener Bundesring, unreife Tiere, stark beschädigtes Gefieder, ein Massenbefall von Federlingen, Frostschäden durch Haltungsfehler. Es muss auch darauf geachtet werden, dass Übertypisierungen zu vermeiden sind. Sie werden als Qualzucht bezeichnet. Treffend seine Aussage zum Schluss mit Blick auf die Tierschützer: immer mehr Menschen haben weniger Ahnung, aber immer mehr sagen dazu ihre Meinung.

Dirk Günther erläuterte die Schimmelfarbe bei Taubenrassen. Diese Farbe kommt bei allen Rassen vor. Diese ist dominant und es ist egal ob bei der Verpaarung ein Täuber oder eine Taube genommen wird. Dazu gibt es eine Vererbungstabelle aus der ersichtlich ist ob es sich dabei um misch- oder reinerbige Tiere handelt. Reinerbige Schimmel erscheinen heller.

Helmuth Kühlhorn übernahm dann die Funktion des Wahlleiters. Zu wählen waren in diesem Frühjahr der 2. Vorsitzende Dirk Günther und der 1. Schriftführer Joachim Bruder. Gegenkandidaten gab es keine und so wurde offen im Block abgestimmt. Beide Kandidaten wurden einstimmig wieder gewählt.

An der Haupttagung der VDRP, in diesem Jahr in Marlow, nehmen Helmuth Kühlhorn, Dirk Günther und Dirk Peters teil. Von der Versammlung bekamen sie das ok.

Im Punkt Verschiedenes wurde auf das 125-jährige Jubiläum des Landesverbandes hingewiesen, das im Morada-Hotel in Alexisbad begangen werden soll und  dort vom 2.-4.9.2016 stattfindet.

Preisrichter Philipp Lausch wechselt durch eine berufliche Neuorientierung und damit Wohnortwechsel in die PV Sachsen.

Preisrichter Christian Zenker, der durch aufgetretene Probleme verstimmt ist, wollte ebenfalls in die PV Sachsen eintreten. Die Mehrheit des PV Vorstandes sprach sich gegen einen Wechsel aus.

Siegfried Neubert, der eine Sperre erhalten hatte und seitdem auf kein Anschreiben des PV-Vorsitzenden geantwortet hatte und wieder unentschuldigt fehlte, wurde aus der PV ausgeschlossen.

11.45 Uhr beendete der Vorsitzende die Versammlung, dankte den Referenten und wünschte allen einen angenehmen Heimweg.

Die nächste PV-Versammlung ist am 28.8.2016 um 9 Uhr wieder in Hoym. Bitte den Termin notieren.