Zuchtbuchtagung am 12.06.2016 in Aschersleben

Am 12.6.2016 fand im Vereinsheim des GZV "Ascania" Aschersleben die Tagung des Zuchtbuchs von Sachsen-Anhalt statt. Anwesend waren 30 Mitglieder, 14 hatten sich entschuldigt. 3 Gäste konnten begrüßt werden.

Themen der Tagung u.a. die Intelligenz der Tauben (Vortrag Klaus Nielitz), die Zuchtbuchführung (Vortrag Rudi Schade), eine Tierbesprechung übernahm ebenfalls Rudi Schade (spanische Rassen) und eine Bruteierschau mit zahlreichen Eiersätzen (Bewertung PR Fritz Drüen) war zu sehen von Enten, Hühnern, Zwerghühnern und Japanischen Legewachteln. Die einzige hv-Note holte Erwin Ühre mit seinen Zwerg-New Hampshire, goldbraun.

Die Begrüßung erfolgte pünktlich um 10 Uhr durch den Zuchtbuchobmann Willfried Dörfer, der ganz besonders den LV-Vorsitzenden Dieter Kuhr und den Ehrenvorsitzenden des LV Klaus Nielitz, sowie den Ehrenvorsitzenden des Zuchtbuchs Otto Killat herzlich begrüßte. Dann gab er das Wort an Uwe Roskoden, der die Totenehrung vornahm.

An dieser Stelle wurde des kürzlich verstorbenen Zuchtfreundes Erhard Weißbart gedacht, der 2013 von Otto Killat zum Ehrenmitglied im Zuchtbuch ernannt wurde und im April 2016, drei Tage vor seinem 89. Geburtstag verstarb. Er war ein sehr engagierter Rassegeflügelzüchter und die Pommerngänse waren neben anderen Rassen seine ganz besondere Leidenschaft. In seinem Nachruf würdigte Zuchtfreund Roskoden den Menschen und Rassegeflügelzüchter Erhard Weißbart. Zum Gedenken wurde eine Schweigeminute eingelegt, indem sich die Anwesenden von ihren Plätzen erhoben.

 

 

 

 

Danach sprach Dieter Kuhr als Landesvorsitzender sein Grußwort, lobte die Arbeit im Zuchtbuch, da sich hieraus auch viele Erkenntnisse für die Zuchten ergeben z.B. hinsichtlich der Legeleistung. Die Arbeit im Zuchtbuch stellt natürlich einen etwas höheren Arbeitsaufwand dar, was einmal besonders hervorgehoben werden sollte. Er wünschte der Versammlung einen angenehmen Verlauf und lag damit richtig.

Vorgezogen wurde dann der Vortrag von Klaus Nielitz zur Intelligenz der Tauben. Diesen hatte er von Prof. Onur Güntürkin, stellte ihn mit Bildern unterlegt den Anwesenden vor und wurde dabei von seiner Tochter Heike unterstützt.

Tauben haben einen schnellen Lernprozess. Sie können 360 Symbole mühelos unterscheiden. Ein logisches Denken allerdings kann ihnen nicht zugeordnet werden. Dafür ist ihr visuelles Gedächtnis enorm. Man kann sie direkt auf Bilder trainieren. Warum hat man solche Untersuchungen betrieben? Diese Forschungen dienten damals militärischen Zwecken.

Nach dem Vortrag verlas Thomas Hohmann das Protokoll, dieses wurde einstimmig angenommen. Anschließend der Jahresbericht des Obmann Willfried Dörfer. Danach dann einige Informationen von der Bundesversammlung in Bad Orb von Dieter Kuhr. Hauptthema war hier der Ringpreis, es bleibt wie es ist. Der Obmann des Zuchtbuchs Günter Wesch wurde verabschiedet. Seine Nachfolger sind der 1. Vorsitzende Fritz Dieter Habes und der 2. Vorsitzende Albrecht Wolf.

Probleme im VDT sind ja inzwischen bekannt. Vielleicht sollte dort mal mehr Fairness einziehen.

Die diesjährige Landesschau wird noch mit stabilen Preisen durchgeführt. Doch schon 2017 dreht sich mit aller Wahrscheinlichkeit die Preisspirale. Deshalb wird über eine gemeinsame Schau mit den Kaninchenzüchtern nachgedacht.

Im September wird es eine Feier geben "125 Jahre LV Sachsen-Anhalt".

Ergänzungen machte dann Stephan Haftendorn: die Vorstandssitzung zur Bundesversammlung dauerte 6 Stunden, wurde durch z.T. wenig konstruktive Vorschläge gedehnt. Querelen im VDT - hier kann der BDRG nicht in die Fachverbände eingreifen.

Das Tierschutzgesetz von vor 3 Jahren fängt jetzt an zu greifen (was lange währt ...). Passive Züchter können nun auch nach einer festgelegten Zeit mit Nadeln geehrt werden. Der jeweilige Ringversand in den einzelnen Bundesländern darf Ringe nur im eigenen Land verkaufen.

 

 

Uwe Roskoden nahm stellvertretend für Willfried Dörfer an der Zuchtbuchtagung in Bad Sassendorf teil. Die Tagesordnung bestand aus 14 TOP. Ausführlich ging er noch einmal auf die Verabschiedung von Günter Wesch ein, der nach 34 Jahren dieses Amt in jüngere Hände abgibt. Am Ende seines Berichts übergab er Otto Killat noch Unterlagen und bestellte Grüße vom BDRG-Zuchtbuch.

Danach erfolgte die Auszeichnung der Besten der letzten Schausaison, der Zuchtbuchschau in Magdeburg.

Die Bundesmedaille des Ministeriums für Landwirtschaft erhielt Dietmar Richter auf seine Zwerg-Brahma, weiß-schwarzcolumbia und Eric Haftendorn die Bundesjugendmedaille für seine Indischen Zwerg-Kämpfer, fasanenbraun.

Den Leistungspreis holten v.l.n.r. Willfried Dörfer, Lutz Braumann, Dietmar Mettke, Steffen Falke, Dieter Kuhr, Gerald Wudi,Helge Bückner,Uwe Roskoden und Wolfgang Meyer.
Gerhard Bunge ist immer unter den Besten - Dank seiner Hessischen Kröpfer

Einen Vortrag über die Zuchtbuchführung hielt Rudi Schade. Die Selektion nach Leistungsmerkmalen ist dabei gefragt. Die Zuchtbuchführung kann in 3 Kategorien, Gruppen erfolgen:

Die Gruppe 1 ist lediglich zur Führung einer Legeliste verpflichtet.

Die Gruppe 2 führt eine Legeliste, Fallnest- und Eigewichtskontrolle während der Brutzeit, sowie Einzelschlupf und Kükenkennzeichnung

Die Gruppe 3 arbeitet mit ganzjähriger Fallnest- und Eigewichtskontrolle sämtlicher Tiere, Schlupfkontrolle, Kükenkennzeichnung sowie Aufzuchtkontrolle und               Pullorumuntersuchung.

Zu bemängeln wäre, dass es zu wenig Mitglieder im Zuchtbuch gibt. Die Landeszuchtwarte sollten zu solchen Veranstaltungen mit eingeladen werden.

Anschließend erfolgte ebenfalls mit Rudi Schade eine Tierbesprechung zu den spanischen Rassen Empordanesa und Penedesenca. Ein Rassemerkmal sind die Kammauswüchse an der Kammfahne, so dass eine Kreuzfahne sichtbar ist, die auch als Clavel bezeichnet wird. Das Eigewicht von geforderten 60 und 58 Gramm wird deutlich übertroffen. Für diese Rassen ist noch viel züchterische Arbeit notwendig.

Zum Abschluss der Tagung (gegen 12.50 Uhr) überreichte Willfried Dörfer die Erinnerungsurkunden für die Bruteiersätze.

Zuchtbuchtagung am 21.6.2015 in Aschersleben

Wie in den vergangenen Jahren auch fand die Tagung des Zuchtbuchs wieder im Vereinsheim des GZV "Ascania" Aschersleben in der Ermslebener Str. 10 in Aschersleben statt. Diesmal in Verbindung mit dem Züchtertag.

Willfried Dörfer begrüßte um 10 Uhr 31 Zuchtbuchmitglieder und 23 Gäste sowie den Referenten Jürgen Weichold herzlich.

Es folgten die Grußworte des LV-Vorsitzenden Dieter Kuhr und Sascha Hillmer, der in Vertretung der Landesjugendleiters zugegen war.

Vor der eigentlichen Zuchtbuchtagung hielt Jürgen Weichold seinen Vortrag über Federstrukturen beim Rassegeflügel. In seiner Bildfolge zeigte er sehr viele Beispiele auf. Die ausgereifte Feder ist ein tote Gebilde.

In verschiedenen Formen und der Struktur kann sie von der "normalen" Ansicht abweichen und ist ja so züchterisch bearbeitet worden. Auch tritt in letzter Zeit öfter eine Abweichung von den 10  Handschwingen auf. Hühnerrassen auch in verzwergter Form haben 14 Schwanzfedern, auf jeder Seite 7. Diese werden im Gegensatz zu Tauben eher seltener gezählt. Bei den Sebright sind gelegentlich nur 6 vorhanden. Das Gefieder bei Kämpfern ist recht hart und äußerst knapp. Immer wieder muss bei der Bewertung von Haubenhühnern auf die Sichtfreiheit hingewiesen werden.

Das Bild zeigt die größte und kleinste Taube

Jahresbericht des Zuchtbuch-Obmanns

Mein erster Bericht vor den Mitgliedern des Zuchtbuches von Sachsen Anhalt soll zeigen, dass sich die Zuchtbucharbeit bei uns weiter im Aufwärtstrend bewegt. Gestützt vor allem durch die erfahrenen Vorstandsmitglieder Lothar Röder und Otto Killat sowie unserem LV Vorsitzenden Dieter Kuhr konnte ich mich mit den Aufgaben des Obmannes des Zuchtbuches vertraut machen. Natürlich liegt die hauptsächliche Arbeitsgrundlage in Ihrer Zuarbeit in Form der erforderlichen Meldungen. Ich habe daraus die Gesamtzuchtleistung unseres LV termingemäß an die Bundesgeschäftsstelle weitergeleitet.

Mein Start als ZB- Obmann begann mit einer Reihe von Abmeldungen in mündlicher bzw. auch schriftlicher Form, die Ursachen lagen hauptsächlich in gesundheitlichen auch altersbedingten Problemen bzw. gänzlicher Aufgabe der Zucht. Aber auch berufliche Über-lastung führte dazu, die Zuchtbuchmitgliedschaft zu beenden.

Erfreulicherweise wurden die Abgänge durch 7 Neuaufnahmen junger Zuchtfreunde kompensiert.

Stolz können wir auf unsere Züchterjugend sein, die derzeit noch mit 9 Jungzüchtern im ZB vertreten ist. Zur letzten Bundesjugendschau in Leipzig konnten 3 von 4 möglichen Staatsplaketten des Bundesministeriums als Leistungspreis durch sie errungen werden.

Aber auch unsere Seniorenmitglieder konnten hervorragende Ergebnisse wie dt. Meisterschaften oder Bundessieger auf verschiedenen Großschauen mit ihren Tieren erringen.

Auch bei Sonderschauen, Lokal- und Kreisverbandsschauen wurden hervorragende Ergebnisse unserer Mitglieder registriert, was aus den Rückmeldungen der Leistungsdaten ersichtlich ist.

Aushängeschild für die Stärke des Zuchtbuches ist aber das Ausstellen unserer Tiere zu unserer Landeszuchtbuchschau. Dort gab es eher eine ernüchternde Beteiligung 2014 zu registrieren. Es mag sicherlich verschiedene Gründe geben, die Dichte der Schauen wird sicher dabei immer ein Thema sein.

Trotzdem war die Präsentation des Zuchtbuches insgesamt sehenswert. Die gezeigten 31 Stämme und Paare überzeugten in ihrer Qualität nicht nur den Preisrichter. Bedanken möchte ich mich beim Zuchtfreund Jürgen Weichold für die verantwortungsvolle und gewissenhafte Preisrichtertätigkeit.

In der allgemeinen Klasse der Landesverbandsschau standen aus gemeldeten Zuchten des Zuchtbuches Sachsen/Anhalts weitere 98 Tiere zur Bewertung.

Erstmals wurde wieder der Titel Landeszuchtbuchmeister ermittelt. Ebenso wird im Anschluss die Vergabe der errungenen Leistungspreise erfolgen.

Für die wirkungsvoll ausgestaltete Zuchtbuchabteilung gilt nochmals  mein Dank der Ausstellungsleitung, für die Präsentation der Aktivitäten des Zuchtbuches auf den Schautafeln danke ich der Familie unseres Zuchtbuchmitgliedes Richard Rataj. Nicht zuletzt werden sich die Besucher gern an die Versorgung unserer Aussteller durch die ZG Eggeling-Trellert erinnern, der ich besonders danken möchte.

Die Tagung der Zuchtbuchobleute im Haus Düsse besuchte ich vom 11. bis 12. April.

Neben den Zuchtbuchobleuten trafen sich die Tierschutzbeauftragten der LV und das Präsidium des BDRG.

In der gemeinschaftlichen Sitzung mit den Tierschutzbeauftragten gab es Referate über den Stand zum Tiertransport, Impfen beim Geflügel (Problem Marekimpfung), sowie Auflagen von den Veterinärämtern für Geflügelschauen 2015 durch Michael Götz, den Tierschutzbeauftragten im BDRG.

Anschließend referierte Dr. Inga Tiemann über den Status Quo in der Landentenzucht mit Haube, speziell den Umkehrtest.

Alte Rassen- neue Daten hieß der Vortrag von Dr. Mareike Fellmin zum Thema Kyroreserve beim Huhn. Als Beispiel dienten die Ostfriesischen Möwen und Krüper. Die nächsten Rassen werden dt. Reichshühner und Bergische Schlotterkämme sein.

Wegen der noch geplanten Präsidiumssitzung wurde der Vortrag des Sektionsvorsitzenden und Ehrenpräsidenten des BDRG Wilhelm Riebniger vorgezogen, da man allen Teilnehmern einen Vorbericht über die Europaschau in Metz geben wollte. Für Deutschland gibt es nur einen Verbindungsmann(Wolfgang Bockisch aus Nürnberg). Direkter Kontakt mit der Ausstellungsleitung ist unmöglich. Die Kapazität liegt bei 35 000 Tieren incl. Kaninchen.

Ab Sonnabend 16.00 Uhr trennten sich dann die Fraktionen.

G. Wesch unterstrich mehrmals die Bedeutung der Zuchtbucharbeit für den BDRG.

Die Bestellung der Stallplaketten für 2015 muss früher erfolgen, da der Hersteller gewechselt hat. Dies bedeutet, dass unsere Meldungen pünktlich sein müssen.

Der Trend, große Preise des Ministeriums für ZB Mitglieder zu vergeben, wird weiter anhalten. Dazu gibt es vom BMLF einen Erlass für zusätzliche Medaillen.

Leider gab es Bundesweit einen Rückgang bei den Mitgliedern im ZB, dafür stieg aber die Anzahl der gemeldeten Zuchten. (Im LV Rheinland Pfalz ist das ZB am Boden- der LV-Vorsitzende dort will das ZB abschaffen)

Eine besondere Ehrung wurde unserem Ehrenvorsitzenden Otto Killat mit der Ernennung zum Ehrenmitglied im Zuchtbuch des BDRG zuteil.

Ausführliche und Anhaltende Diskussionen gab es zum Ausfüllen der roten Abstammungs-nachweise beim Geflügel. Speziell zur Zuchtbuchschau in Hannover wurde eine weitere 2 jährige Übergangszeit festgelegt, um eine Einheitlichkeit zu erzielen. Einige Aussteller unter-lassen das Ausfüllen der Eierleistung. Dies sollte bei der Gesamtleistungsnote mit entsprechenden Fehlpunkten honoriert werden. Große Preise können dann nicht vergeben werden.

Dieses Jahr findet die 40. Bundeszuchtbuchschau in Hannover statt. Hier soll in allen LV entsprechend geworben werden, um eine größtmögliche Beteiligung zu erzielen. Auch sollten alle LV-Zuchtbücher einen Preis stiften. Für die geplante Eierschau ist bis 01.10.2015 an G. Wesch zu melden.

Es folgte eine ausführliche Vorstellung der in der roten Liste festgeschriebenen Rassen. Hier werden nach gefährdungsgrad Rassen bzw. Farbenschläge eingestuft, die vor 1930 in Deutschland existierten und heute nur noch selten verbreitet sind. In der Geschäftsstelle des BDRG ist das rote Liste Buch zu beziehen.

In der allgemeinen Aussprache kam u.a. die Zwischenzehenlochung zur Sprache, welche gestattet ist und auch bei evtl. Ausplatzungen eine korrekte Bewertung nach sich zu ziehen hat.

Als nächster Tagungstermin wurde der 09. und 10. April 2016 festgelegt.

Ein allgemeines Problem möchte ich hier zur Sprache bringen:

Es gibt in der Züchterschaft „Zuchtfreunde“, welche die Zuchtbucharbeit unter ein falsches Licht zu stellen vermögen. Die Ausdrucksweise bringe ich hier nicht zur Sprache. Es liegt nun an uns, mit den entsprechenden Argumentationen unsere gewiss aufwendige Arbeit nicht zerreden zu lassen. Gerade die Aufschreibungen zur Leistung sind wichtig, um die im jeweiligen Rassestandart gestellten Ziele nicht aus den Augen zu verlieren.

 

Auch deshalb möchte ich mit der heutigen Tagung alle ZB- Mitglieder unseres LV aufrufen, die erzielten Zuchtergebnisse in diesem Jahr zu unserer 20. Zuchtbuchschau zu präsentieren und wenn möglich, auch in Hannover unseren LV zu vertreten.

Bis dahin wünsche ich allen noch gute Aufzuchterfolge und persönliches Wohlergehen.

 

W. Dörfer

ZB-Obmann

Blick in die Tagung
Sieger/in
Ein Teil der neuen Zuchtbuchtafel von Richard Rataj

 

 

 

 

In dieser Informationsmappe sind die Übersichten, Jahresberichte und weitere Aktivitäten des Zuchtbuchs enthalten. In der PDF-Datei gibt es einen Einblick über die Zuchtbucharbeit. Auch ein Aufnahmeformular ist anhängig und kann bei Interesse genutzt werden.

Zuchtbuchinformation 2015.pdf
PDF-Dokument [4.3 MB]
Jubiläumsschrift.pdf
PDF-Dokument [2.7 MB]