XXVII. Landesverbandstag am 19. März 2017 in Güsten

Einladung LV-Tag, 2017.pdf
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Pünktlich um 10 Uhr eröffnete der LV-Vorsitzende Dieter Kuhr den Landesverbandstag. Er begrüßte die Anwesenden und besonders die Ehrengästen, den BDRG-Präsidenten C. Günzel, den 1. LV-Vorsitzenden von Sachsen W. John und den 1. LV-Vorsitzenden von Thüringen T. Stötzer. In Vertretung der Landwirtschaftsministerin war Dr. B. Schulze (CDU) erschienen. Die Parteien vertraten D. Krause (CDU) und von der AfD waren H. Loth, S. Sauermann und T. Anders erschienen.

 

 

Die Versammlungsleitung übernahm wieder Werner Westphal, der die Tagesordnung vorstellte.  Vor den Grußworten der Gäste erfolgte die Totenehrung durch den Landesvorsitzenden, der stellvertretend noch einmal an die verstorbenen Zuchtfreunde, Dömeland, Weißbart, Rusche, Heinemann, Eggeling, Palm und Mischner erinnerte.

o. C. Günzel, T. Stötzer, W. John; u. Dr. B. Schulze, D. Krause, H. Loth

Dr. Bernhard Schulze überbrachte die Grüße der Landwirtschaftsministerin Frau Dalbert. Er wusste um die schwere Zeit der Züchter/innen die die Vogelgrippe mit sich gebracht hat. Wichtig ist ein intaktes Vereinsleben und eine gute Verbandsarbeit. Anspruchsvoll und naturverbunden ist die Tätigkeit im Umgang mit den Tieren. Das Schreiben von Thomas Hohmann aus Badeborn (siehe auf unserer HP unter Home) an die Landwirtschaftsministerin ist eingegangen und wird auch beantwortet und soll auch den Umgang mit der Stallpflicht sensibilisieren. Im Bezug Vogelgrippe steht das Ministerium in engem Kontakt mit den LV-Vorsitzenden. 110 ausgefallene Schauen wirken sich negativ auf die Vereine aus. Eine Änderung im Fördergelderlass ist für das 2. Halbjahr vorgesehen. Dr. Schulz hatte aber auch Wanderpokale (Förderpreis) vom Ministerium für die Jugend mitgebracht.

Hauptthema in dem Grußwort vom BDRG Präsidenten Christoph Günzel war ebenfalls H5N8. Die Geflügelpest stellt für uns ein großes Problem dar. Wir brauchen unbedingt Veränderungen, dies in sachlichen Diskussionen geführt. An der Basis hört er viele Probleme, die auch ernst genommen werden. Es sind immer erst Resultate abzuwarten, bevor es zur Massentötung kommt. Unser Gegner ist nicht unmittelbar die Geflügelwirtschaft, sondern die Geflügelindustrie in ihrer Vielfalt. Als Gastgeschenk überreichte er D. Kuhr eine Urkunde (siehe Bild) für das Museum.

Landesvorsitzender Thomas Stötzer aus Thüringen sprach auch von ähnlichen Problemen -  wie die Stallpflicht, auch wenn diese später in Thüringen ausgerufen wurde. Hier entscheiden Personen, die noch nie einen Stall betreten haben (an dieser Stelle gab es Beifall). In anderen Ländern steht man der "Vogelgrippe" lockerer gegenüber. Sein Tenor war, Schauen dürfen nicht wieder ausfallen. Auch er überreichte dem LV-Vorsitzenden ein Geschenk.

Der Landesvorsitzende von Sachsen Wolfram John übermittelte die Grüße aus Sachsen. Auch er kam nicht am Hauptthema Vogelgrippe vorbei. In Sachsen wird bis auf Restrisikogebiete die Stallpflicht auch aufgehoben. Er rief gleichzeitig zum Durchhaltevermögen und nicht zur Zuchtaufgabe auf. In Deutschland hat es bisher keinen H5N8 Ausbruch bei organisierten Rassegeflügelzüchtern gegeben. Zfrd. John lobte die gute Zusammenarbeit der Landesverbände. Nach seinen Grußworten überreichte auch er ein kleines Gastgeschenk u.a. ein Handtuch, so dass sich der LV-Vorsitzende in heißen Zeiten auch mal den Schweiß abwischen kann.

 

 

Die Parteien hatten dann das Wort. Dietmar Krause von der CDU überbrachte Grüße vom ehemaligen Landwirtschaftsminister Dr. Hermann Onko Aeikens, der oft unsere Veranstaltungen besucht hat und einen sympathischen Eindruck hinterließ. Herr Krause ist selbst Hühnerhalter, besucht gerne Ausstellungen und hat schon mehrfach die Schirmherrschaft von Schauen übernommen.

Die Alternative für Deutschland (AfD) wurde durch Hanno Loth, Sarah Sauermann und Thomas Anders vertreten. Das Grußwort sprach Hannes Loth. Ihm ging es auch um die Jugendarbeit. Zur Vogelgrippe bezog er sich auf widersprüchliche Aussagen der Verantwortlichen Politiker und Veterinärbehörden. Auch sollten zur Verbreitung von H5N8 Tiertransporte und das Ausbringen von Geflügelmist aus der Massentierhaltung, mit teilweise Kadavern versetzt, auf den Feldern nicht unterschätzt werden. Die Partei wird sich dieser Probleme annehmen.

Von der SPD und den Grünen war kein Vertreter im Wahljahr anwesend.

Nach den Grußworten folgten die Jahresberichte des Vorstandes, zunächst gab der LV-Vorsitzende D. Kuhr seinen Rückblick.

Sehr geehrte Gäste,

Liebe Züchterinnen und Züchter

 

Der heutige LV-Tag ist wieder ein Höhepunkt im Verbandsleben der Züchterwelt. Es ist auch der Zeitpunkt des Vorstandes Rechenschaft über die geleisteten Tätigkeiten abzulegen, zurückzublicken auf ein Jahr mit Höhen und Tiefen, wobei die Tiefen scheinbar im Moment überwiegen. Doch wollen wir etwas chronologisch vorgehen.

Vor fast einem Jahr - am 3.4.2016 - führten wir in diesem Hause den XXVI. LV-Tag durch. Neben unseren Züchtern/innen konnten zahlreiche Gäste begrüßt werden. Für Minister Dr. Hermann Onko Aeikens sollte es die letzte Rede vor uns sein.

2016 war aber auch das Jahr unseres 125. Geburtstages, gründete sich doch 1891 der Landesverband der Rassegeflügelzüchter von Sachsen-Anhalt und so stand schon dieser LV-Tag unter den beginnenden Feierlichkeiten. Geehrt wurden an diesem Tage aber auch die Landesmeister und Leistungspreiserringer der letzten Landesschau. Zeit auch wieder Züchter zu "Meister der Sachsen-Anhaltinischen Rassegeflügelzucht" zu ernennen. Das Züchterdiplom, die höchste Auszeichnung im Landesverband,  ging an Dieter Hausmann.

Im Verlaufe des Jahres wurden von den Vorstandsmitgliedern und mir verschiedene Aufgaben wahrgenommen. Darunter der Besuch der 178. Bundesversammlung in Bad Orb, aber auch weitere zentrale Veranstaltungen des Bundes gehörten dazu, wo wir auch unsere Berichte abliefern konnten. Zu den weiteren Obliegenheiten gehörte aber auch der Besuch von in Sachsen-Anhalt durchgeführten Jahreshauptversammlungen einiger Sondervereine. Weiterhin zählten dazu die Teilnahme an Kreisarbeitstagungen, Besuche von Ausstellungen im Landesverband, aber auch die Überbringung von Glückwünschen zu Vereinsjubiläen oder persönliche Jubiläen.

Wenden wir uns der Mitgliederentwicklung zu. Zurzeit hat unser Landesverband 5.978 Mitglieder, davon 424 Jugendliche. Einen Rückgang haben wir bei den Senioren von 133 Mitgliedern und bei der Jugend von 11 Mitgliedern. Das sind aber im überwiegenden Teil die Jugendlichen, die zu den Senioren wechseln. Ein positives Ergebnis haben nur der Kreisverband Magdeburg mit 9 Mitgliedern und der Kreisverband Salzland mit 10 Mitgliedern.

In der Jugend konnten einige Kreisverbände auch positive Meldungen abgeben, zum Beispiel: KV Salzwedel e. V. und Hohenmölsen/Weißenfels mit je 3 Mitgliedern, KV Stendal und KTZ Burgenlandkreis mit je 2 Mitgliedern und Anhalt Bitterfeld mit 1 Jugendlichen. Organisiert sind wir in 20 Kreisverbände und 349 Vereinen.

Bei der Ringbestellung wurden 2016 261.684 Ringe ausgegeben. Der Rückgang von 5.066 Ringen ist mit dem Rückgang der Mitglieder zu begründen. Immerhin bezogen die Senioren pro Mitglied 44,15 Ringe, im Jahr 2015 waren es 44,20 Ringe und bei der Jugend pro Züchter 38,8 Ringe zum Vorjahr 36,2 Ringe. Das liegt im Bundesdurchschnitt immer noch in der oberen Region, an 4. Stelle im Bundesvergleich. Die Abgabe und der Versand der Ringe durch Familie Pforte verlief ohne Probleme. Dafür möchte ich mich auch im Namen der Züchter/innen herzlich bedanken. Zur besseren Verschickung und für die Zuordnung der bestellten Ringe wäre es dienlich, wenn der Besteller den Verein und den Kreisverband ordentlich angibt. Nur so kann Familie Pforte eine ordentliche Abrechnung liefern. Der Bezug von Ringen im Kreisverband bestimmt die Zuwendungen vom Landesverband.

 

Die Landesjugend unter der Leitung des Landesjugendobmanns Steffen Falke, hat mit seinen Vorstand wieder eine erfolgreiche Arbeit geleistet.

Ein Höhepunkt war sicher das 22. gemeinsame Landesjugendtreffen in Gohrau.

Vom 26.06. bis 2.07.2016 konnten 91 Jugendliche eine erlebnisreiche Woche verbringen.

Die Durchführung und Organisation lag beim Landesjugendleiter der Kaninchenzüchter Jochen Pförtsch und Sascha Hillmer.

Ein besonderer Dank gilt den Betreuern, die hier ihre Freizeit nutzten, um unsere gemeinsame Landesjugend so eine Woche zu ermöglichen.

Wir vom Vorstand können uns jedes Jahr zur Abschlussveranstaltung davon überzeugen, dass hier die Jugend in guter Obhut war und ist.

Es werden Spiele organisiert, Lehrstunden für die Geflügel- und Kaninchenzucht durchgeführt, Transportkisten gebaut, aber auch der Sport und die Natur kommen dabei nicht zu kurz und war man schon einmal in der Nähe von Wörlitz, kann auch etwas Wissen über den Wörlitzer Park nicht schaden. Dazu wurde eine Gondelfahrt und eine Wanderung durch den Park organisiert. Alle Jugendlichen konnten gesund und mit tollen Erlebnissen die Heimreise antreten.

 

In diesem Jahr geht es wieder in den Harz nach Blankenburg vom 25.06. bis zum 1.07.2017. Da wünschen wir schon jetzt viel Spaß und gutes Gelingen.

 

Die 6. gemeinsame Landesjugendjungtierschau in Ostrau war ein weiterer Höhepunkt im Landesverband.

Die ausgestellten Tiere waren in einer sehr guten Qualität und auch die Zahl der Tiere konnte zum Vorjahr gesteigert werden.

Hier geht der Dank an den Verein Ostrau an das Team um Günther Kieslich und Udo Waldowski dem Kreisjugendleiter Halle-Saalkreis und natürlich an die Ausstellungsleitung für die gemeinsame Organisation.

So können wir unsere Tiere gemeinsam präsentieren und hoffentlich das gegenseitige Interesse wecken.

Wir wollen es mit unserer gemeinsamen Landesschau 2017 der Jugend nachmachen. Leider musste ja die Landesjugendschau 2016 ausfallen, die ein tolles Meldeergebnis gehabt hätte.

 

Auch für unsere Zuchtbuchtagung mit angeschlossener Züchterschulung gab es Überlegungen, wie wir diese Veranstaltung interessanter gestalten könnten.

Am 12.06.2016 trafen wir uns in Aschersleben. 30 Mitglieder und 3 Gäste waren anwesend.

Die Vorbereitungen und der Ablauf war gut organisiert und die Themen lehrreich.

Klaus Nielitz hielt einen Vortrag über die Intelligenz der Tauben, Rudi Schade erklärte die Führung der verschiedenen Zuchtbücher und mit der Tierbesprechung über spanische Hühnerrassen vermittelte er Rasseeigenheiten.

Fritz Drüen bewertete in der Zeit die Bruteier aus verschiedenen Zuchten.

Leider wurde diese Schulung nicht so gut angenommen.

Gerade Zuchtwarte aus den Kreisverbänden und Vereinen können hier Lehrstoff mitnehmen und dies in den Kreisversammlungen und Vereinsversammlungen weitergeben.

Hier sollte nochmal von den Kreisvorsitzenden für die Veranstaltung geworben werden und der Besuch für die Preisrichteranwärter ein Pflichtprogramm sein.

Ich möchte auch die Vorstandsmitglieder aufrufen, hier präsenter zu werden.

Mein Dank geht an die Referenten und an Fritz Drüen für ihren geleisteten Einsatz.

Auch ein Dankeschön an den Verein Aschersleben für die Bereitstellung der Räume, die Bewirtung und das Erstellen der Urkunden für die Bruteierbewertung.

Leider musste auch unsere Landeszuchtbuchschau 2016 ausfallen.

 

Unsere Preisrichtervereinigung unter Leitung von Helmuth Kühlhorn hat zurzeit 124 Preisrichter, davon haben 11 ihren aktiven Dienst aus Altersgründen aufgegeben, bleiben aber weiterhin der PV verbunden. In der Ausbildung befinden sich 8 Anwärter/in. Diese werden von den Schulungsleitern sehr gut betreut und befinden sich in verschiedenen Ausbildungsphasen der 3-jährigen "Lehrzeit". Nach wie vor können die gemeldeten Schauen von unseren Preisrichtern abgesichert werden. Etwas bedenklich ist aber der hohe Altersdurchschnitt. 6 Erweiterungsprüfungen waren nur in der Theorie erfolgreich, praktisch war dann die Vogelgrippe präsent und verhinderte einen erfolgreichen Abschluss, gleichwohl betroffen die Anwärter, die ihre Schreibarbeiten nicht ableisten konnten und die Ausbildungszeit sich damit um ein Jahr verlängert. Von den 283 angemeldeten Schauen durften 110 nicht mehr stattfinden.

 

Zweifellos ein Highlight unsere Festveranstaltung 125 Jahre Landesverband der Rassegeflügelzüchter Sachsen-Anhalt, die vom 2.-4. September 2016 in Alexisbad stattfand.

Unsere Gäste und Vertreter der Kreisverbände wurden durch ein perfekt organisiertes Programm geführt.

Die Eröffnung um 19.00 Uhr am 2.9. in der Kapelle von Alexisbad war der erste Höhepunkt. Durch eine kurze Ansprache wurden die Gäste von mir begrüßt.

 

Unser Ehrenmitglied Prof. Dr. Joachim Schille hielt die Festansprache in seiner gewohnten Art, die Zuhörer fesseln kann.

Der BDRG Präsident Christoph Günzel nahm die Auszeichnungen der 3 neu zu ernennenden Bundesehrenmeister vor. Für ihre Verdienste um die Rassegeflügelzucht wurden die Zuchtfreunde  Lothar Röder, Helmut Papendieck und Richard Rataj zum Bundesehrenmeister ernannt. Diese Jubiläumsveranstaltung bot den würdigen Rahmen, denn Ehrungen solcher Art werden nur auf Bundesversammlungen vorgenommen.

 

In einer musikalischen Umrahmung vom Bariton Herrn Nürnberg und Partnerin erhielten die Teilnehmer einen Einblick in die Geschichte von Sachsen-Anhalt und dem schön gelegenen kleinen Ort Alexisbad.

Der weitere Ablauf war ein gemütliches Beisammensein und Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten des Harzes.

Am Samstagvormittag führten wir unsere erweiterte Vorstandssitzung durch. Hier wurde Horst Weidenhagen, langjähriges Vorstandsmitglied, mit einer Ehrenurkunde aus dem Vorstand verabschiedet. Samstagabend überbrachten die Gäste ihre Glückwünsche und Präsente.

Wir werden sie in unserem Museum zeigen, es sind wahrlich schöne Stücke.

Die Feierlichkeiten und den Ablauf organisierte perfekt Siegfried Haenel. Dafür noch einmal ganz herzlichen Dank. Alle Gäste waren voll des Lobes  bei der Verabschiedung.

 

Bis hierhin kann das Jubiläumsjahr als gelungen eingeschätzt werden und auch die beginnende Schausaison bewegte sich noch im grünen Bereich. Doch so sollte es nicht bleiben. Die Vorbereitung der Landesschau befand sich in der heißen Phase, als am 19.11.2016 unsere Landesschau veterinärbehördlich untersagt wurde. Grund die sich ausbreitende Aviäre Influenza mit dem Kürzel H5N8. Die Enttäuschung war groß, ist es doch das wichtigste Ereignis auf Landesverbandsebene. Einen Tag vor dem Aufbau kam um 11.20 Uhr vom Veterinäramt Magdeburg das Aus. Alles war organisiert und auch das Meldeergebnis stimmte.

Mit 4.761 Nummern konnten wir zufrieden sein, denn gleichzeitig fand die VDT-Schau in Erfurt statt.

H5N8 setzte unserem Jubiläumsjahr ein schreckliches Ende.

Es gab auch keine Möglichkeiten eine Ausnahmegenehmigung in Sachsen-Anhalt zu erhalten. Nicht genug das die Ausstellungen ausfielen, auch das Einsperren  der Tiere wurde angeordnet. Ob das nun Sinn oder Unsinn ist können wir nicht ändern, können es aber auch nicht stillschweigend hinnehmen.

Für den Züchter und seine Tiere ist es qualvoll.

Mehrere Briefe wurden verfasst und die Medien eingeschaltet, aber es half nichts. Die Tiere mussten und müssen auch weiterhin die unzumutbaren Umstände ertragen. Tierquälerei behördlich angeordnet ist eine Farce, zumal es immer mehr Stimmen gibt die Übertragungen der Viren durch Wildvögel in Frage stellen, dies aber von den Verantwortlichen negiert wird und mit alternativen Fakten erklärt.

Für die beginnende Zuchtsaison sind diese Bedingungen sehr ungünstig und besonders fürs Wassergeflügel desaströs.

Alle Züchter können auf unsere Homepage die Lage verfolgen, auch die Berichte und Eingaben wurden hier veröffentlicht. 2016 hatten wir auf unsere Homepage 49.922 Zugriffe. Ich denke das zeugt auch für eine aktuelle Homepage.

 

Durch die schriftliche Absage blieb uns nichts weiter übrig und wir mussten unsere Landesschau abwickeln.

Viele Züchter verstanden dies und machten uns Mut für 2017.

Es gab aber auch einige MIRAMA-erfahrene Züchter, die ihren Unmut äußerten und nicht verstanden warum wir so handeln mussten.

Ich möchte hier noch einmal zum Ausdruck bringen, dass die Ausstellungsleitung in Verbindung mit dem Landesvorstand die richtige Entscheidung getroffen hat.

Leider haben die Aussteller 2016 zur MIRAMA ein finanzielles Defizit gehabt, dafür möchte ich mich entschuldigen und gleichzeitig für das Verständnis bedanken, nur so können wir wieder gesund in die MIRAMA 2017 starten.

 

Abschließend möchte ich allen Zuchtfreundinnen und Zuchtfreunden unseres Landesverbandes trotz allem viel Erfolg im laufenden Zuchtjahr und viel Freude bei der Ausübung unseres schönen Hobbys wünschen, vor allem aber Durchhaltevermögen in einer schwierigen Zeit.

 

Danke !

 

Dieter Kuhr

 

Im Anschluss der Kassenbericht des Schatzmeisters Siegfried Haenel, der immer sehr akribisch ausgearbeitet ist. Er stellte wie sonst auch die Ein- und Ausgaben gegenüber und legte damit eine solide Basis vor. Das Ringgeld konnte 2016 nicht ausgezahlt werden, da hier die Überweisungen erst kurz vor Weihnachten ankamen. Die Revisionskommission hatte die Kasse des LV am 22.2.17 geprüft. Der Haushaltsplan für 2017 wurde auch vorgestellt und in seiner Gesamtheit einstimmig angenommen.

In der Diskussion zu den Berichten wurde die Rückzahlung des Standgeldes der ausgefallenen MIRAMA angesprochen, die nicht ganz konform zu den AAB verlaufen ist, dies aber mit den anfallenden Kosten begründet wurde, da man die veterinärbehördliche Unterlassungsverfügung 4 Tage vor dem Einsetzen der Tiere bekam. Zfrd. Kuhr erläuterte dazu die Aufgliederung der Kosten. Ein weiterer Diskussionsbeitrag war, dass sich die Politik ohne große Sachkenntnis in unsere Belange einmischt (Vogelgrippe), die Veterinärbehörden da uneins sind. Komischerweise gab es Ausbrüche beim Nutzgeflügel nur in hermetisch zur Außenwelt abgeriegelten Großanlagen und bei einigen wenigen Haltern. Die Stallpflicht ist schlecht für uns und zieht die Aufgabe von Zuchten nach sich. Wir müssen mehr zusammenhalten und nicht gegeneinander arbeiten.

Zur 180. Bundesversammlung des BDRG 05.-07. Mai 2017 in Altötting (LV Bayern)  fahren Dieter Kuhr, Stephan Haftendorn und Steffen Falke, sie wurden von der Versammlung delegiert.

10 Zuchtfreunde bekamen den Titel "Meister der sachsen-anhaltinischen Rassegeflügelzucht" verliehen, erhielten Urkunde und eine Flasche Wein. Danach ließ es sich Werner Buchmann nicht nehmen einige Dankesworte für die Ehrung zu entrichten. Das Züchterdiplom bekam Klaus Schepuck überreicht. Das 2. Züchterdiplom wird noch verliehen. Der Verein möchte, dass es ihm zu seinem 80. Geburtstag übergeben wird. Da es eine Überraschung sein soll wird der Name hier auch noch nicht veröffentlicht.

Die neuen Meister der sachsen-anhaltinischen Rassegeflügelzucht v.l.n.r.: Kurt Brösicke, LV-Vors. Dieter Kuhr, Horst Fessel, Hans-Joachim Gerber, Reinhard Römer, Helmut Schäffner, Siegfried Edel, Gerhard Könnecke, Klaus Jeske und Werner Buchmann. Alfred Ilgenstein ist nicht auf dem Bild.

Horst Weidenhagen bekam für seine langjährige Vorstandsmitgliedschaft die Ehrenurkunde überreicht, auch für seinen unermüdlichen Einsatz für die Rassegeflügelzucht. Er ist jedem bekannt als Züchter der Heimatrasse Rosenkämmige Italiener, schwarz und als Verfasser der "Historischen Aufzeichnungen über die sachsen-anhaltinische Rassegeflügelzucht", gemeinsam geschrieben mit seinem Freund und Co-Autor Günter Stach.

 

 

 

 

 

Christa Bohne bekam als Dankeschön für ihren Einsatz zur 125.-Jubiläumveranstaltung einen Blumenstrauß überreicht.

Im Beisein des Jugendvorstandes überreichte Dr. Schulze dann die vom Landwirtschaftsministerium gefertigten Pokale an die jungen Züchter Cedrik Stärke und die Geschwister Dominik + Vincent Richter.

Dann die Wahlen des 1. LV-Vorsitzenden, des Zuchtwarts für Tauben des 2. Schriftführers und der Kassenprüfer, hier scheidet der Zfrd. Lange aus und wurde durch Marcel Dittrich ersetzt. Alle wurden wiedergewählt bzw. neu gewählt.

Der LV-Vorsitzende schloss dann um 12.35 Uhr den XXVII. LV-Tag und wünschte alles Gute in einer schwierigen Zeit.